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Permakultur

Permakultur ist eine Designmethode, um lebendige, sich selbst erhaltende Systeme zu planen und zu gestalten.

Nachhaltige Lebensformen und Lebensräume werden entworfen, um der Natur und den Menschen eine dauerhafte Lebensgrundlage zu schaffen: ökologisch, sozial und ökonomisch. Ursprünglich leitet sich der Begriff Permakultur von „permanent agriculture“ (permanente, nachhaltige Landwirtschaft) ab. Daraus entwickelten sich Ansätze, die auch auf viele andere Lebensbereiche angewendet werden können.

 

Ethik
Der Permakultur liegen drei Bereiche ethischer Prinzipien zugrunde.

Sorge für die Erde (Earth Care):
Eine Sorge für die Erde schließt einen achtsamen Umgang mit den Ressourcen ein, die als Geschenk der Erde an alle Lebewesen betrachtet werden. Umweltbewusstes, ökologisches Handeln setzt voraus, dass wir mit der Natur und nicht gegen sie arbeiten.

Sorge für die Menschen (People Care):
Menschen haben nicht nur Bedürfnisse nach Essen und Trinken und einer natürlichen Lebensgrundlage, sondern auch nach Austausch, Anerkennung, Liebe und Gemeinschaft.
Hierbei spielen Verantwortung, Selbstbestimmung, Freiheit und sozialer Gerechtigkeit eine große Rolle.

Fairer Austausch von Ressourcen (fair share):
Unsere Erde hat nur einen begrenzten Vorrat an Ressourcen. Wir müssen lernen, uns selbst in unserem Verbrauch einzuschränken: gegenüber der Erde, der Natur, aber auch gegenüber den Menschen. Dazu kommt eine bewusste (Rück)Verteilung gemeinsam erzielter Überschüsse.

Diese drei Bereiche der Permakultur-Ethiken überschneiden sich, und ein gelungenes Design befindet sich in ebendieser Schnittstelle.

Designprinzipien nach Bill Mollison

  1. Arbeite mit der Natur, und nicht gegen sie.
  2. Vernetzung: Schaffe  vielfache sinnvolle Beziehungen zwischen Elementen
  3. Nicht die Anzahl der Elemente macht die Vielfalt eines stabilen Systems aus, sondern die Anzahl der sinnvollen Verbindungen untereinander.
  4. Schaffe Randzonen. Sie vervielfältigen Elemente und Funktionen und schaffen somit mehr Stabilität
  5. Mache die geringste Veränderung für den größtmöglichen Effekt.
  6. Schaffe Kreisläufe statt Abflüsse. Jeder Kreislauf erhöht die Erträge.
  7. Alles gärtnert und hat einen Effekt auf dieUmwelt.
  8. Der Ertrag eines Systems ist die Summe aller überschüssiger Energie, die durch das Design gespeichert, konserviert wiederverwertet und umgewertet wird.
  9. Nichtgenutzte Energie = Verschmutzung, Müll. Nichterfüllte Bedürfnisse = Arbeit
  10. Das Problem ist die Lösung: Alles arbeitet in beide Richtungen. Alles kann eine positive Ressource sein, wir müssen nur herausfinden, wie wir sie als solche nutzen können.

Simon und Katharina studieren beide an der Permakultur-Akademie. (www.permakultur-akademie.net)
In der Vereinsarbeit und auch auf der Reise möchten sie weitere Erfahrungen in Bezug auf Permakultur machen, und auch anderen Leuten die Möglichkeit geben, sich darüber zu informieren und sich mit Permakultur zu beschäftigen.

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